Ich liege entspannt in meinem Liegestuhl, lese ein Buch und genieße das Grün des Rasens und der Pflanzen im Garten. Wem gefällt das bitte nicht?
Ein grünes Paradies zum Wohlfühlen mit saftig, grünem Rasen. Kommt leider selten von ganz alleine und ob es so grün bleibt hängt auch von der Pflege ab. Letztes Jahr haben mir Wühlmäuse den Garten ordentlich umgegraben, fast nur noch Sand, staat grünem Gras.
Die Nager sind weg, jetzt muss die Wiese wieder auf die Reihe gebracht werden. Das heißt Rasen aussäen und darauf achten, dass er gut wächst.
Aber der Reihe nach:
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Den richtigen Rasensamen finden
Rollrasen ist echt teuer, deshalb säe ich lieber selber aus. Doch welches Saatgut taugt überhaupt? Ich habe recherchiert und dabei sind folgende Qualitätskriterien für guten Rasensamen herausgekommen:
- Gutes Saatgut ist nicht billig. Samen vom Discounter sind zwar günstig und keimen sogar recht schnell, auf lange Sicht macht das aber keinen Spaß (warum sehen wir gleich).
- Hochwertige Samenmischungen wachsen eher etwas langsamer, dafür aber deutlich dichter. So hat Unkraut keine Chance.
- Qualitätssaatgut hat das Kürzel „RSM“ auf der Verpackung. Das steht für Regel-Saatgut-Mischung. Von toll klingenden Namen wie „Englische Rasenmischung“ oder „Berliner Tiergarten“, bitte die Finger lassen. In RSM sind „richtige“ Rasensamen enthalten. In vielen Billigmischungen finden sich Gräser, die eigentlich als Viehfutter dienen.
- Es gibt Mischungen für unterschiedliche Einsatzzwecke. Für geringe und hohe Beanspruchung. Sonnen- und Schattenrasen.
Frisch ausgesäter Rasen muss natürlich auch mit Nährstoffen in Form von Dünger versorgt werden. Daher mein Tipp, eine fix und fertige Rasenmischung, die den Dünger schon enthält:
- Säen und Düngen in einem Arbeitsschritt: Anwendungsfertiger Mix aus Rasensamen und Rasendünger mit sehr guter Sofort- sowie Langzeitwirkung von bis zu 3 Monaten, Samen-Mischung mit RSM zertifizierten Spitzensorten, Speziell für die Rasen-Neuanlage
- Für einen schnell keimenden, strapazierfähigen Rasen: Hervorragende Wachstumsgrundlage und besonders effektive Keimung dank Kombination aus Saat und Rasendünger
- Leichte Handhabung: Gleichmäßige Ausbringung der Saat mit der Hand auf den aufgelockerten und von Unkraut befreiten Boden, Einharken des Saatguts ca. 1 cm tief in die Bodenschicht, Anschließend regelmäßige Bewässerungen
- Anwendung von April bis Oktober, ab einer kontinuierlichen Bodentemperatur von 5 °C, Boden- und Lufttemperaturen können besonders im Frühjahr stark voneinander abweichen
- Lieferumfang: 1 x Compo SAAT Rasen-Neuanlage-Mix, Mischung aus Rasensamen und Rasendünger, 2,2 kg, 100 m², Art.-Nr.: 10266
Der richtige Zeitpunkt zum Aussäen von Rasen
Theoretisch kannst du immer Rasen säen. Allerdings keimt und wächst er am schnellsten bei Bodentemperaturen von 10° C oder mehr und ausreichnd Feuchtigkeit. Es bieten sich also die Monate April und Mai, sowie Ende August und September an. Das Wetter sollte natürlich passen, brütende Hitze und sengende Sonnentrahlen verbrennen das aufkeimende Gras schneller als du gucken kannst.
Hier ganz wichtig zu erwähnen: Das Saatgut an sich ist zwar winterhart, allerdings verlieren einige Sorten recht schnell ihre Keimfähigkeit. Samen vom Vorjahr kann schon nicht mehr keimfähig sein.
Den Boden für die Rasensaat vorbereiten
Zunächst solltest du das Erdreich einmal ordentlich umgraben. Unkraut, Steine und Wurzeln entfernen. Danach wird alles mit einer Walze möglicht plan gemacht (in horizontaler und vertikaler Richtung), damit keine Vertiefungen übrig bleiben, in denen sich später Wasser sammeln kann. Für die Feinarbeit taugt ein Holzrechen sehr gut.
Ist der Boden sehr lehmhaltig kann Sand zugemischt werden um ihn wasserdurchlässiger zu machen. Im umgekehrten Fall entsprechnd Kompost beimischen.
Hast du den Boden ordentlich vorbereitet, nicht gleich einsäen. Gib der Erde etwas Zeit sich zu setzen.
Zum Aussäen würde ich einen Streuwagen empfehlen. So verteilst du die Samen optimal auf der Fläche. Achte darauf nicht zu viel Saatgut auszustreuen, denn das ist eher hinderlich denn hilfreich. 20 bis 25 Gramm pro Quadratmeter reicht.
Danach noch einmal mit dem Rechen längs und quer drübergehen. Zum Schluss kommt noch einmal die Rasenwalze zum Einsatz, damit die Samen richtig gut Bodenkontakt bekommen.
Achtung: Die Samen bleiben an der Oberfläche sichtbar und werden nicht untergehoben, denn die Gräser keimen nur bei Licht! Der Keimvorgang kann dabei gut und gerne zwei Wochen dauern bis etwas passiert. Bis sämtliche enthaltene Sorten anfangen zu keimen vergehen auch mal vier Wochen. Also keine Hektik.
Rasen nach der Aussaat richtig bewässern
Die ersten Wochen nach der Aussaat sind mit die entscheidensten. Hier ist eine geregelte Wasserzufuhr entscheidend. Ganz wichtig dabei: Vorsichtig bewässern und Staunässe vermeiden!
Entweder mit einer wirklich feinen Brause am Gartenschlauch bewässern oder, noch besser, einen Regner oder Rasensprenger verwenden, der die ganze Fläche erreicht. Solche Rasensprenger gibt es natürlich in verschiedenen Ausführungen für kleinere und größere Rasenflächen:
- Zuverlässige Bewässerung: Für eine zuverlässige und gleichmäßige Bewässerung rechteckiger und quadratischer Rasenflächen bis 250 m²
- Komfortabel und pfützenfrei: Den Viereckregner an die Wasserversorgung anschliessen und ihr Garten wird bequem, gleichmäßig bewässert
- Reichweite und Sprengbreite einstellbar: Die Reichweite kann von 7 bis max. 18 m präzise und stufenlos je nach Bedarf eingestellt werden. Die Sprengbreite kann von 3,5 bis max. 14 m präzise und stufenlos je nach Bedarf eingestellt werden
- Bequeme Reinigung: Schmutzsieb aus hochwertigem Edelstahl lässt sich einfach entnehmen und kann so mühelos gereinigt werden
- Lieferumfang: 1x Gardena Viereckregner Comfort Aquazoom 250/2
Den kannst du dann einfach drei bis vier Mal am Tag für etwa fünf bis zehn Minuten anstellen und schon ist die Bewässerung erledigt. Wenn es regnet erübrigt sich das natürlich. Generell kann ich nur empfehlen Regenwasser zu sammeln und zum Gießen zu verwenden.
Hat der neue Rasen eine Höhe von über zehn Zentimetern erreicht, darf auf etwa acht Zentimeter runtergemäht und anschließend gedüngt werden (sofern die Rasenmischung keinen Langzeitdünger enthielt). Nach etwa sieben bis acht Wochen ist der Rasen dann dicht genug um voll belastet zu werden.
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