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Rasen bewässern, aber wann und wie lange?

Damit der im Frühjahr frisch gesäte Rasen in den heißen Sommermonaten nicht wieder zu einer mondähnlichen Wüsenlandschaft verkommt, müssen wir ein wenig mit zusätzlicher Bewässerung nachhelfen.

Wie viel Wasser brauche ich zum bewässern meines Rasens?

Durch Bewässerung mit ausreichend Wasser lassen sich gelbe und braune Stellen im Rasen vermeiden. Außerdem können „Unkräuter“ sich bei Wassermangel viel leichter ausbreiten, da sie deutlich resistenter gegenüber Trockenheit sind, als die Gräser, die wir gerne sehen möchten.

An Sommertagen verliert der Boden gerne bis zu vier Liter Wasser am Tag. Die Wurzeln der Gräser reichen nicht sonderlich tief (etwas 15 Zentimeter), wodurch die Pflanzen recht schnell auf dem Trockenen sitzen. Diese Menge sollte als durch die Bewässerung wieder ausgeglichen werden.

Dabei ist es wichtig, nicht nur die Oberfläche nass zu machen, sondern darauf zu achten, dass auch das Erdreich darunter feucht wird. Ob das Erdreich feucht genug ist, lässt sich ganz einfach testen: Drück mit dem Finger auf den Boden. Feuchte Erde gibt nach, fühlt sich etwas elastisch an. Trockenes Erdreich dagegen ist sehr fest und starr.

Natürlich hängt die Wassermenge und Häufigkeit der Bewässerung auch von der Art des Bodens ab: lockerer Sandboden kann Feuchtigkeit nicht sonderlich lange speichern. Hier muss entsprechend häufiger (alle drei bis vier Tage) bewässert werden. Dafür mit weniger Wasser (zehn bis fünfzehn Lister auf den Quadratmeter). Lehmiger und tonhaltiger Boden speichert Wasser dagegen ausgezeichnet. Hier reicht eine wöchentliche Bewässerung mit fünfzehn bis zwanzig Liter Wasser auf den Quadratmeter.

Ob du die richtige Menge Wasser verteilt hast, lässt sich auf verschiedenen Wegen herausfinden:

Du kannst mit dem Spaten ins Erdreich stechen und schauen ob er über fünfzehn Zentimeter feucht ist.

Auch ein Regenmesser, den du vor dem Start der Bewässerung aufstellst, zeigt gut, wann genügend Wasser verteilt wurde.

Moderne Bewässerungscomputer können über einen Feuchtigkeitssensor selbst erkennen, wann es Zeit ist mit der Bewässerung aufzuhören.

Generell gilt: Lieber einmal richtig gießen, als ein paar Mal so „la la“. Werden die Gräser an den Wurzen zwischendrin mal etwas trocken, werden sie eher dazu angespornt weitere, tiefere Wurzeln auszubilden. Dadurch wird der Rasen insgesamt robuster und muss weniger oft bewässert werden. Gießt du hingegen täglich, dafür aber nur kurz bleiben die Wurzeln eher flach.

Ganz wichtig: Ist der Rasen schon verdorrt, hilft Bewässerung auch nicht mehr. Also schon wässern wenn das Gras noch grün ist. Bei vertrockneten Stellen hilft nur nachsäen. Die ersten Anzeichen für einen durstigen Rasen sind schlaffe, stumpfe Halme, die einen leichten Graustich aufweisen. Ebenfalls ein guter Indikator: Lauf über den Rasen und schau, ob sich die Halme von alleine wieder aufrichten oder plattgetreten bleiben. Platte Halme heißt, es ist Zeit zu wässern.

Regenwasser oder Leitungswasser – womit gießt man am besten den Rasen?

Diese Frage lässt sich ganz schnell beantworten: Gesammeltes Regenwasser! Und zwar aus mehreren Gründen:

Nutzt du Regenwasser zur Bewässerung deines Rasen, sparst du richtig Geld und kostbares Trinkwasser. Denn anders als Leitungswasser ist Regenwasser gratis. Logisch, oder?

Das Einzige, das du brauchst, ist eine Regentonne oder einen Regenwassertank um das Wasser wenn es regnet zu sammeln und für trockene Tage aufzubewahren.

Abhängig davon wie du das Regenwasser von der Tonne auf den Rasen oder an die Pflanzen bringst, brauchst du vielleicht auch noch eine Regenwasserpumpe.

Abgesehen vom finanziellen Aspekt, ist Regenwasser auch bekömmlicher für Pflanzen. Leitungswasser wird aufbereitet, je nach Region sind hier Chlor, Fluor und/oder Ozon zugesetzt um es haltbar und keimfrei zu machen. Außerdem vertragen viele Pflanzen hartes Wasser (hoher Kalkgehalt) nicht sonderlich gut. Auch hier ist Regenwasser im Vorteil.

Bewässerungsmethoden für den Rasen – Vor- und Nachteile

Rasen bewässern mit der Gießkanne

Für kleinere Rasenfläche lasse ich mir das vielleicht noch gefallen und gieße das Gras mit einer Gießkanne und einer Brause, damit das Wasser fein und gleichmäßig verteilt aufkommt.

Bei größeren Flächen, würde ich aber doch zum Gartenschlauch und einer entsprechenden Brause tendieren.

Rasenbewässerung mit dem Perlschlauch (oberirdisch)

Ein Perlschlauch ist quasi ein Gartenschlauch mit vielen, kleinen Löchern drin. Das Wasser rauscht durch den Schlauch und spritzt wegen der Löcher in alle möglichen Richtungen nach draußen. Der Schlauch wird so verlegt, dass das Wasser flächendeckend verteilt wird.

Finde ich persönlich keine so gute Methode, denn entweder musst du den Schlauch immer wieder auslegen oder du hast immer einen Schlauch auf der Wiese liegen (Stolpergefahr und auch nicht gerade schön).

Oberirdische Bewässerung – Rasensprenger, Sprinkler, Regner

Noch etwas bequemer wird es mit einem Rasensprenger (auch Sprinkler oder Regner genannt). Den musst du einfach an den Gartenschlauch anschießen und aufstellen. Bei der ersten Anwendung wahrscheinlich noch etwas einrichten, damit das Wasser am Ende auch dort landet, wo es hin soll.

Danach kannst du dem Regner beim Gießen einfach zusehen. Zum Beregnen des Rasen stehen verschiedene Sprinklertypen zur Auswahl:

Getrieberegner: Oftmals sind das versenkbare Regner. Der Wasserdruck treibt hier nicht nur den Sprinklerkopf aus dem Boden, sondern treibt auch ein Getriebe an, das den Kopf rotieren lässt, wodurch das Wasser kreisförmig um den Regner herum verteilt wird.

Viereckregner: Wie der Name schon sagt sind diese Rasensprenger für rechteckige Flächen gedacht. Sie bestehen aus mehreren Düsen, die das Wasser in verschiedene Richtungen sprühen und sich durch den Wasserdruck auf und ab bewegen können.

Impuls- und Schwinghebelregner: Diese Sprinkler werden mittels Stativ oder Erdspieß befestigt. Sie haben nur eine Düse mit hoher Reichweite. Sie sind vor allem für richtig große Rasenflächen geeignet.

Unterirdische Bewässerung

Wenn man möglichst gar nichts von der Bewässerungstechnik sehen soll, hilft nur eins: Eingraben.

Generell hast du dafür zwei Möglichkeiten: Du verlegst „normale“ Wasserschläuche und schließt diese an versenkbare Rasensprenger an oder du nutzt Tropfrohre (ähnlich dem Perlschlauch).

Zum Bewässern von Rasen halte ich Tropfer nicht wirklich für sinnvoll. Dazu muss einfach zu viel Leitung verlegt werden. Da lasse ich mich versenkbare Regner schon eher gefallen. Trotzdem empfehle ich das nur, wenn der Garten ohnehin gerade (neu) angelegt wird.

Zu welcher Tageszeit sollte man den Rasen bewässern – morgens oder abends?

Zum Bewässern des Rasen empfehle ich einen Rasensprenger oder Regner. Der verteilt das Wasser sehr fein und gleichmäßig. Außerdem musst du nicht die ganze Zeit daneben stehen und den Gartenschlauch halten.

Rasen bei Sonne wässern

In der prallen Mittagssonne den Rasen gießen, ist so ziemlich die schlechteste Idee, die man haben kann und das aus gleich mehreren Gründen:

Die feinen Wassertropfen aus dem Rasensprenger verdunsten wegen ihrer geringen Größe teilweise schon bevor sie den Boden überhaupt erreichen.

Das zweite Problem: Die Wassertropfen, die tatächlich auf dem Boden und vor allem auf den Grashalmen landen, funktionieren wie kleine Linsen. Das Sonnenlicht wird gebündelt und der Rasen verbrennt noch schneller.

Die richtige Tageszeit zum Rasensprengen

Der perfekte Zeitpunkt ist der frühe Morgen und zwar aus mehreren Gründen:

Im Idealfall ist es kurz vor Sonnenaufgang, sodass uns die Sonnenstrahlen wie oben schon erklärt gar nicht in die Quere kommen.

Diesen Vorteil hat man natürlich auch am Abend, deshalb der zweite Grund:

Über Nacht kühlen Boden und Luft ab. Während er kurz nach Sonnenuntergang noch sehr warm ist, wodurch ebenfalls Wasser verdunstet, ist er am Morgen so weit abgekühlt, dass das nicht passiert. Das spart dir im Endeffekt eine Menge Wasser und somit auch bares Geld.

Wenn du, was ich verstehen kann, keine Lust hast zur Morgendämmerung aufzustehen, um den Rasensprenger anzuschalten, kannst du dir so eine Bewässerungssteuerung dazwischenschalten, die es in verschiedenen Ausführungen gibt:

Gardena Bewässerungscomputer EasyControl: Automatische Bewässerungssteuerung, tägliche Bewässerung oder jeden 2/3/7 Tag, bis zu drei Bewässerungen pro Tag, LC-Display, Batteriebetrieb (1881-20)
  • Flexibel programmierbar: Automatische Bewässerung jeden Tag oder jeden 2./3./7. Tag, jeweils alle 8/12/24 Stunden
  • Wassersparend und ökologisch: GARDENA Regensensor (optional erhältlich) und GARDENA Bodenfeuchtesensor (optional erhältlich) können je nach Feuchte eine geplante Bewässerung unterbinden und sparen so wertvolles Wasser
  • Betriebssicher: Die Batteriezustandsanzeige zeigt Ihnen den Energiestand der Batterie an - eine Warnleuchte blinkt auf, falls der Batteriestand niedrig ist (Batterien nicht enthalten)
  • Automatisiert gängige Bewässerungssysteme wie z.B. das GARDENA Micro-Drip-System oder das GARDENA Sprinklersystem
  • Lieferumfang beinhaltet: 1x GARDENA EasyControl, Made in Germany

Heiße Tipps: Rasen säen und nach der Aussaat richtig bewässern

Ich liege entspannt in meinem Liegestuhl, lese ein Buch und genieße das Grün des Rasens und der Pflanzen im Garten. Wem gefällt das bitte nicht?

Ein grünes Paradies zum Wohlfühlen mit saftig, grünem Rasen. Kommt leider selten von ganz alleine und ob es so grün bleibt hängt auch von der Pflege ab. Letztes Jahr haben mir Wühlmäuse den Garten ordentlich umgegraben, fast nur noch Sand, staat grünem Gras.

Die Nager sind weg, jetzt muss die Wiese wieder auf die Reihe gebracht werden. Das heißt Rasen aussäen und darauf achten, dass er gut wächst.

Aber der Reihe nach:

Den richtigen Rasensamen finden

Rollrasen ist echt teuer, deshalb säe ich lieber selber aus. Doch welches Saatgut taugt überhaupt? Ich habe recherchiert und dabei sind folgende Qualitätskriterien für guten Rasensamen herausgekommen:

  1. Gutes Saatgut ist nicht billig. Samen vom Discounter sind zwar günstig und keimen sogar recht schnell, auf lange Sicht macht das aber keinen Spaß (warum sehen wir gleich).
  2. Hochwertige Samenmischungen wachsen eher etwas langsamer, dafür aber deutlich dichter. So hat Unkraut keine Chance.
  3. Qualitätssaatgut hat das Kürzel „RSM“ auf der Verpackung. Das steht für Regel-Saatgut-Mischung. Von toll klingenden Namen wie „Englische Rasenmischung“ oder „Berliner Tiergarten“, bitte die Finger lassen. In RSM sind „richtige“ Rasensamen enthalten. In vielen Billigmischungen finden sich Gräser, die eigentlich als Viehfutter dienen.
  4. Es gibt Mischungen für unterschiedliche Einsatzzwecke. Für geringe und hohe Beanspruchung. Sonnen- und Schattenrasen.

Frisch ausgesäter Rasen muss natürlich auch mit Nährstoffen in Form von Dünger versorgt werden. Daher mein Tipp, eine fix und fertige Rasenmischung, die den Dünger schon enthält:

COMPO SAAT Rasen-Neuanlage-Mix, Mischung aus Rasensamen und Rasendünger mit 3 Monate Langzeitwirkung, 2,2 kg, 100 m²
  • Säen und Düngen in einem Arbeitsschritt: Anwendungsfertiger Mix aus Rasensamen und Rasendünger mit sehr guter Sofort- sowie Langzeitwirkung von bis zu 3 Monaten, Samen-Mischung mit RSM zertifizierten Spitzensorten, Speziell für die Rasen-Neuanlage
  • Für einen schnell keimenden, strapazierfähigen Rasen: Hervorragende Wachstumsgrundlage und besonders effektive Keimung dank Kombination aus Saat und Rasendünger
  • Leichte Handhabung: Gleichmäßige Ausbringung der Saat mit der Hand auf den aufgelockerten und von Unkraut befreiten Boden, Einharken des Saatguts ca. 1 cm tief in die Bodenschicht, Anschließend regelmäßige Bewässerungen
  • Anwendung von April bis Oktober, ab einer kontinuierlichen Bodentemperatur von 5 °C, Boden- und Lufttemperaturen können besonders im Frühjahr stark voneinander abweichen
  • Lieferumfang: 1 x COMPO SAAT Rasen-Neuanlage-Mix, Mischung aus Rasensamen und Rasendünger, 2,2 kg, 100 m², Art.-Nr.: 10266

Der richtige Zeitpunkt zum Aussäen von Rasen

Theoretisch kannst du immer Rasen säen. Allerdings keimt und wächst er am schnellsten bei Bodentemperaturen von 10° C oder mehr und ausreichnd Feuchtigkeit. Es bieten sich also die Monate April und Mai, sowie Ende August und September an. Das Wetter sollte natürlich passen, brütende Hitze und sengende Sonnentrahlen verbrennen das aufkeimende Gras schneller als du gucken kannst.

Hier ganz wichtig zu erwähnen: Das Saatgut an sich ist zwar winterhart, allerdings verlieren einige Sorten recht schnell ihre Keimfähigkeit. Samen vom Vorjahr kann schon nicht mehr keimfähig sein.

Den Boden für die Rasensaat vorbereiten

Zunächst solltest du das Erdreich einmal ordentlich umgraben. Unkraut, Steine und Wurzeln entfernen. Danach wird alles mit einer Walze möglicht plan gemacht (in horizontaler und vertikaler Richtung), damit keine Vertiefungen übrig bleiben, in denen sich später Wasser sammeln kann. Für die Feinarbeit taugt ein Holzrechen sehr gut.

Ist der Boden sehr lehmhaltig kann Sand zugemischt werden um ihn wasserdurchlässiger zu machen. Im umgekehrten Fall entsprechnd Kompost beimischen.

Hast du den Boden ordentlich vorbereitet, nicht gleich einsäen. Gib der Erde etwas Zeit sich zu setzen.

Zum Aussäen würde ich einen Streuwagen empfehlen. So verteilst du die Samen optimal auf der Fläche. Achte darauf nicht zu viel Saatgut auszustreuen, denn das ist eher hinderlich denn hilfreich. 20 bis 25 Gramm pro Quadratmeter reicht.

Danach noch einmal mit dem Rechen längs und quer drübergehen. Zum Schluss kommt noch einmal die Rasenwalze zum Einsatz, damit die Samen richtig gut Bodenkontakt bekommen.

Achtung: Die Samen bleiben an der Oberfläche sichtbar und werden nicht untergehoben, denn die Gräser keimen nur bei Licht! Der Keimvorgang kann dabei gut und gerne zwei Wochen dauern bis etwas passiert. Bis sämtliche enthaltene Sorten anfangen zu keimen vergehen auch mal vier Wochen. Also keine Hektik.

Rasen nach der Aussaat richtig bewässern

Die ersten Wochen nach der Aussaat sind mit die entscheidensten. Hier ist eine geregelte Wasserzufuhr entscheidend. Ganz wichtig dabei: Vorsichtig bewässern und Staunässe vermeiden!

Entweder mit einer wirklich feinen Brause am Gartenschlauch bewässern oder, noch besser, einen Regner oder Rasensprenger verwenden, der die ganze Fläche erreicht. Solche Rasensprenger gibt es natürlich in verschiedenen Ausführungen für kleinere und größere Rasenflächen:

Angebot
Gardena Viereckregner Comfort Aquazoom 250/2: Rasensprinkler zur Bewässerung kleinerer rechteckiger Flächen von 25 - 250 m², Reichweite 7-18 m, Sprengweite 3.5 - 14 m, Schmutzsieb entnehmbar (1973-20)
  • Zuverlässige Bewässerung: Für eine zuverlässige und gleichmäßige Bewässerung rechteckiger und quadratischer Rasenflächen bis 250 m²
  • Komfortabel und pfützenfrei: Den Viereckregner an die Wasserversorgung anschliessen und ihr Garten wird bequem, gleichmäßig bewässert
  • Reichweite und Sprengbreite einstellbar: Die Reichweite kann von 7 bis max. 18 m präzise und stufenlos je nach Bedarf eingestellt werden. Die Sprengbreite kann von 3,5 bis max. 14 m präzise und stufenlos je nach Bedarf eingestellt werden
  • Bequeme Reinigung: Schmutzsieb aus hochwertigem Edelstahl lässt sich einfach entnehmen und kann so mühelos gereinigt werden
  • Lieferumfang: 1x Gardena Viereckregner Comfort Aquazoom 250/2

Den kannst du dann einfach drei bis vier Mal am Tag für etwa fünf bis zehn Minuten anstellen und schon ist die Bewässerung erledigt. Wenn es regnet erübrigt sich das natürlich. Generell kann ich nur empfehlen Regenwasser zu sammeln und zum Gießen zu verwenden.

Hat der neue Rasen eine Höhe von über zehn Zentimetern erreicht, darf auf etwa acht Zentimeter runtergemäht und anschließend gedüngt werden (sofern die Rasenmischung keinen Langzeitdünger enthielt). Nach etwa sieben bis acht Wochen ist der Rasen dann dicht genug um voll belastet zu werden.

lavendel richtig gießen

Lavendel richtig gießen

Lavendel richtig gießen ist eigentlich gar nicht schwer. Mit seinen blau bis lila gefärbten Blüten und dem herrlich frischen Duft ist Lavendel in vielen Gärten gerne gesehen. Auch Bienen, Hummeln und Schmetterlinge lieben Lavendel und so herrscht dort bei warmem Wetter immer ein reges Treiben. Als Pflanze aus dem mediterranen Raum ist der Lavendel außerdem eher anspruchslos und bestens an karge Bedingungen angepasst. Also am besten gar nicht düngen.

Ausgepflanzter Lavendel bildet eine Pfahlwurzel, die recht tief in die Erde wächst und die Pflanze auch im heißen Sommer noch mit allem notwendigen versorgt. Gegossen werden muss also trotz eines bevorzugten vollsonnigen Standort, tatsächlich nur, wenn es über mehrere Wochen sehr heiß ist und auch dann nicht überfluten.

Wird der Lavendel von der Wurzel her nach hin braun und lässt die Blätter hängen, heißt das meistens, dass er zu viel Wasser abbekommen hat. Hier mehr gießen ist also genau der falsche Weg. Bei Topfpflanzen am besten direkt ausgraben, verfaulte Wurzeln abschneiden (Achtung: Pfahlwurzel nicht beschädigen!) und in frische Erde setzen.

Ein wenig anders sieht es bei Lavendel aus, der in einen Topf gepflanzt ist. Hier wird es eher schwierig mit der Pfahlwurzel, weshalb hier öfter mal gewässert werden muss. Der Topf sollte allerdings lieber etwas größer ausfallen.

Aber aufgepasst: Als Pflanze, die eigentlich mit wenig Wasser auskommt, will der Lavendel nicht im Wasser stehen. Der Topf sollte also unbedingt eine oder mehrere Öffnung am Boden haben, damit überflüssiges Wasser ablaufen kann. Am besten vor dem Einpflanzen eine ordentlich hohe Schicht Drainagematerial einfüllen. Es gibt speziellen Blähton, die Scherben kaputter Tontöpfe oder Untersetzer tun es aber auch.

Auch im Untersetzer sollte kein Wasser stehen bleiben, denn das mag die Pflanze genauso wenig. Daher das Wasser im Untersetzer direkt ausschütten. Auch konstante Feuchte ist nicht notwendig. Es reicht völlig zu gießen, wenn die obere Schicht Erde im Topf ausgetrocknet ist. Im Gegensatz zu Tomaten oder Gurken, braucht Lavendel viel Kalk und kann mit entsprechend hartem (Leitungs-) Wasser gegossen werden.

Tomaten richtig gießen

Tomaten richtig gießen

Tomaten richtig gießen wird in den heißen Tagen gefühlt zur Daueraufgabe. Damit am Ende bei all der Schufterei auch leckere Früchte rauskommen, kommt es auch darauf an richtig zu gießen.

Ein möglichst sonniger Standort sorgt für gute Erträge, verlangt aber eben auch entsprechend viel Wasser. Ein humushaltiger Boden ist hier eine gute Voraussetzung. Der Boden sollte nie vollständig austrocknen. Bei Wassermangel lassen die Pflanzen nicht nur die Blätter hängen, auch die Früchte können aufplatzen.

Da Tomaten viele Nährstoffe brauchen, sollte man sie ab Beginn der Blüte alle zwei Wochen mit Tomatendünger gießen. Alternativ geht auch „hausgemachte“ Beinwell- oder Brennesseljauche.

Wie bei vielen Pflanzen gilt auch beim richtigen Gießen von Tomaten: Das Wasser an die Wurzeln, nicht auf die Blätter. Nasse Blätter neigen eher zu faulen und sind anfälliger für Krankheiten.

Gegossen wird idealerweise am Morgen. Der noch kühle Boden lässt weniger Wasser verdunsten. Auch Tomaten mögen lieber Wasser mit Umgebungstemperatur und nicht das kalte aus dem Wasserhahn. Vortemperiertes Wasser kann man zum Beispiel in einer Regentonne mit gesammeltem Regenwasser oder (zur Not) auch Leitungswasser bereithalten. Fällt im Sommer längere Zeit kein Regen, kann man Wasser aus der Leitung nachfüllen.

Ein zusätzlicher Vorteil: Regenwasser ist weicher (enthält weniger Kalk), was den Tomaten deutlich besser bekommt.

Wer beim Gießen, so wie ich, keine Lust hat zu warten bis der erste Schwung versickert ist, kann mit Bewässerungsringen arbeiten. Der Ring wird ein Stück weit eingegraben während die Tomatenpflanze durch das Loch in der Mitte nach oben wachsen kann. Der Ring kann mit Wasser gefüllt werden, das durch die Öffnungen an der Unterseite an die Wurzeln gelangt. Ist die Erde feucht genug, bleibt das Wasser sogar darin stehen und die Pflanze hat einen kleinen Vorrat.

Gurken richtig gießen

Gurken richtig gießen

Gurken bieten, gerade in den warmen Sommermonaten eine wunderbare Erfrischung. Sie enthalten viel Wasser, wenig Fett und Kohlenhydrate, dazu einige Vitamine und Mineralstoffe. Die Krönung sind natürlich Gurken aus dem eigenen Garten. Damit du selbst angebaute auch genießen kannst, ist richtiges Gießen und Pflege wichtig.

Die Früchte der Gurkenpflanzen enthalten viel Wasser. Du kannst dir sicher denken, dass die Gurke entsprechend durstig ist und regelmäßig gegossen werden will. Der Boden sollte möglichst gleichmäßig feucht gehalten werden. Eine Gurkenpflanze schluckt pro Tag zwischen ein und drei Litern Wasser. Spätestens wenn die Blätter anfangen herabzuhängen wird es höchste Zeit die Gurke zu wässern. Besser ist es natürlich, wenn es gar nicht so weit kommt.

Das richtige Gießwasser für Gurken

Ganz wichtig: Die Pflanzen dürfen nicht im Wasser „schwimmen“. Sonst besteht Gefahr, dass die Wurzeln anfangen zu faulen. Ähnliches gilt für die Blätter, deshalb immer das Wasser direkt an die Wurzeln geben. Zu kalt sollte das Wasser auch nicht sein, sonst kann es passieren, dass die Früchte bitter schmecken. Umgebungstemepratur reicht völlig, beispielsweise gesammeltes Regenwasser aus einer Regentonne.

Gurken sind übrigens salzempfindlich. Daher kein Salz und am besten wenig Kalk (weiches Wasser) zum Gießen verwenden. Womit wir wieder beim Regenwasser aus der Tonne wären.

Alles Gießen hilft natürlich wenig, wenn der Boden das Wasser nicht speichern kann und es einfach davon läuft. Ein humoser, lockerer Boden, der beim Wässern nicht schlammig wird, ist bestens geeignet.

Nicht vergessen: Gurken gehören zu den Starkzehrern – sie entziehen ihrer Erde viele Nährstoffe (die natürlich vorhanden sein müssen). Deshalb wachsen Gurken auch problemlos auf dem Komposthaufen.

Ein Tipp: Manche Menschen vertragen Gurken nicht so gut. Hier kann es helfen die Gurke bei der Zubereitung zu halbieren und die Kerne aus der Mitte zu entfernen. Je nach Rezept etwas Senf dazu geben. Das macht die Gurke gleich verträglicher.

basilikum richtig gießen

Basilikum richtig gießen

Basilikum ist in den meisten Küchen zu finden und wird von vielen wegen seines kräftigen, intensiven Geschmacks geschätzt und verwendet. Egal ob Salat, Suppe, Nudel- und Fleischgerichte oder Pizza. Basilikum passt wunderbar dazu und gibt eine mediterane Note.

Basilikum schmeckt nicht nur nach Sonne, sondern kommt auch aus sonnigen Gefilden. Je mehr Sonne die Pflanze abbekommt, desot intensiver der Geschmack, der hauptsächlich durch die enthaltenen ätherischen Öle zustande kommt.

Am besten pflanzt man Basilikum in einem Topf an, um es in den kälteren Monaten nach drinnen holen zu können. Frost bekommt der Pflanze, die am liebsten in der Sonne steht, nämlich gar nicht.

Viel Sonne heißt aber auch ein entsprechend hoher Wasserbedarf. Die Erde sollte nicht nur nährstoffreich, sondern auch feutch gehalten werden, damit das Basilikum richtig gut wachsen kann. Beim Gießen ist Basilikum besonders empfindlich. Wasser auf den Blättern mag es gar nicht, weshalb es auch vor starkem Regen geschützt stehen sollte. Daher das Wasser immer direkt an den „Stamm“ bringen.

Die Erde sollte zwar feucht gehalten werden, „schwimmen“ darf das Basilikum aber nicht. Am besten einmal täglich, bevorzugt am Morgen, den Finger in die Erde drücken. Fühlt es sich trocken an, ist wässern angesagt.

Noch besser ist Basilikum „von unten“ zu gießen. Das geht folgendermaßen:

Den Topf (der unten Löcher haben muss) in eine Schale stellen, die ein paar (etwa 5) Zentimeter mit lauwarmem Wasser gefüllt ist. Das Wasser wird jetzt dank der Kapillarkraft der Wurzeln nach oben in die Erde gesogen. Sobald die Feuchtigkeit an der Oberfläche angekommen ist (Fingertest wiederholen) den Tops aus der Schale nehmen.

Noch einfacher geht es natürlich mit einem Blumenkasten mit eingebautem Bewässerungssystem. Die funktionieren nämlich nach dem gleichen Prinzip. Für Basilikum sollte der Topf oder Kasten mindestens 30 cm hoch sein. Basilikum braucht nach unten Platz zum Wachsen. Deshalb solltest du neu gekaufte Pflanzen auch direkt umtopfen und, wenn der Wurzelballen recht dick und verwuchert ist, auch gleich teilen.

Ein Zusatztipp: Basilikum mag Kalk nicht sonderlich gerne. Bei sehr hartem Leitungswasser, sollte eine Alternative gefunden werden. Wasser aus dem Gartenteich, dem Aquarium oder gesammeltes Regenwasser bieten sich hier an.